Würde zum Alter?!

Claudia Terrahe-Hecking & Dr. Stephan Theiling

Wann beginnt das Alter: Wenn wir beschleunigt dem Tod entgegengehen? Wenn wir in unserem Tun unsere Grenzen erleben? Wenn wir die Verantwortung im Berufsleben und für die Entwicklung unserer Kinder nicht mehr tragen müssen? Oder wenn wir die Früchte des Lebens ernten? Uns ausruhen, wenn möglich noch unsere Träume verwirklichen? Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn wir Bilanz ziehen?

Dieses Teilplenum beschäftigt sich mit dem Thema der Verbindung von Würde zum Alter. Es soll nicht nur darum gehen, wie es Menschen gelingen kann, würdig im Alter zu leben, was es dafür in Beratung und Therapie braucht, sondern wie Menschen (oder eben wir, denn älter werden wir ja alle) den Prozess des Alterns als würdig erleben und entsprechend selbst gestalten (können).

Dafür haben wir Experten eingeladen, die von konkreten Beispielen berichten werden, wie das Thema Würde in ihrem Lebens- und/oder Arbeitskontext behandelt wird:

  • Frau Eva Liesche, die u.a. als Tochter in der schweren Situation war, für ihren Vater über den letzten Lebensmittelpunkt entscheiden zu müssen,
  • Sylvie Blättgen, die als Mitarbeiterin in einem Hospiz täglich sich dieser Frage stellen muss,
  • Herr Borgert wird in der Verantwortung als Ethikbeauftragter in einigen Altersheimen für das Thema Würde dabei sein.
  • Und wir hoffen auf die Teilnahme eines älteren Menschen, der das Thema Würde aus einer ganz persönlichen Perspektive aufzeigen wird.
  • Prof. Dr. Hirsch wird in seinem Vortrag als Gerontopsychiater seinen Beitrag zum Thema auf humorige Weise beisteuern.
  • Bilanzierend wird Thomas Friedrich-Hett seinem Buchtitel „Positives Altern“ folgend neue Perspektiven für die Beratung und Therapie älterer Menschen aufzeigen.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch, der ein wenig beleuchtetes Thema in der systemischen Arbeit fokussiert.